Outdoor und GPS
Wird das GPS-Gerät bei Wanderungen und Ähnlichem verwendet, gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten. Zum Beispiel kann man das Gerät mitnehmen, um im Notfall wieder zum Auto zurück zu finden, nachdem man dieses als Wegpunkt eingespeichert hat. Dann reicht es natürlich, das ausgeschaltete Gerät irgendwo in einer Tasche oder im Rucksack zu transportieren. Wird es benötigt, kann man es einfach einschalten und es wird einem nach kurzer Zeit den Weg zurück weisen können. Möchte man aber bereits während der Wanderung über die zurückgelegte Strecke, Richtungen, Höhe und so weiter informiert bleiben, dann muss das Gerät nicht nur eingeschaltet sein, die Antenne sollte auch möglichst ununterbrochen freie "Sicht" zum Himmel haben. Man wird wenig Spaß haben, wenn man den GPS in einer Hüft- oder Jackentasche trägt. Trägt man die "Hüftasche" auf dem Rücken, wird das Ergebnis etwas besser sein, aber noch immer nicht perfekt. Als sehr gut hat sich eine Position auf der Schulter erwiesen. Hat man eine Schutztasche zum GPS, in die eine Klammer eingearbeitet ist (z.B. die etrex-Serie von Garmin), so lässt sich diese meist gut an den Riemen eines Rucksacks klemmen. Es empfiehlt sich, zusätzlich die Kordel als Notleine irgendwo zu befestigen, damit sich der GPS nicht "zu Tode" stürzen kann. Ein Platz im Rucksack ganz oben mit der Antenne nach oben zeigend funktioniert ebenfalls meist gut, man kann aber unterwegs nicht schnell mal auf dem Display gewünschte Informationen einsehen.
Trotz allem gibt es Stellen im Gelände, an denen der Empfang nur schlecht oder überhaupt nicht funktioniert. Besonders ungünstig sind bei Bergwanderungen Schluchten oder steile Hänge. Wie man mit freiem Auge schon leicht sieht, wird hier der sichtbare Bereich des Himmels mitunter so stark eingeschränkt, dass nur noch weniger als drei Satelliten empfangen werden können. Unter solchen Bedingungen ist jedes GPS überfordert, eine Positionsbestimmung ist unmöglich. Ebenfalls verschlechtert wird der Empfang durch sehr dichte Belaubung. Während in mitteleuropäischen Wäldern mit den neueren GPS-Geräten üblicherweise keine größeren Probleme zu erwarten sich, kann man in tropischen Urwäldern unter Umständen Schwierigkeiten mit der Positionsbestimmung bekommen. Obwohl die GPS-Frequenzen so gewählt wurden, dass sie durch Wetter (Regen, Schnee, Wolken usw.) nicht beeinflusst werden, kann bei Regen der Empfang verschlechtert werden. Dies allerdings nicht unter freiem Himmel sondern unter Bäumen, wenn das Wasser auf den Blättern steht.
Biken und GPS
Jedem GPS-Neuling empfehlen wir, zuerst eine ihm bekannte Tour mit dem GPS zu unternehmen um sich mit dem Verhalten des Geräts vertraut zu machen.
Am Start hat sich das GPS-Gerät ev. noch nicht in die "Fahrtrichtung" ausgerichtet (Geräte ohne magnetischen Kompass). GPS-Geräte ohne magnetischen Kompass zeigen die Himmelsrichtung erst ab einer Geschwindigkeit von 2km/h richtig an.
Achte auf die fortlaufende, aufsteigende Nummerierung jeder Abzweigung. Das hilft dir, dass du die Tour nicht in die verkehrte Richtung befährst.
In tiefen Schluchten, in steilem und felsigem Gelände sowie in dichtem Wald (besonders im Nassen) kann der Empfang erheblich gestört sein.
Nimm unbedingt auch den Kartenausdruck und die Beschreibung der Tour mit. Wenn der Empfang einmal schlechter ist oder eine schwierige Kreuzung angesagt ist, helfen dir diese Mittel den richtigen Weg schneller zu finden.
Ein Satz Ersatzbatterien gehört in den Rucksack.
Bei Touren am Abend sollte das GPS-Gerät so konfiguriert sein, dass das Licht nach dem Einschalten dauernd brennt. Teste diese Funktion zuhause aus.
Die aktuellen GPS-Geräte haben etwas Mühe mit hohen Geschwindigkeiten, wie sie auf dem Mountainbike vorkommen können. Falls das GPS große Positionsabweichungen zeigt, kann dies mit einer kurzen Unterbrechung der Fahrt einfach behoben werden. Das GPS-Gerät findet seine Position im Stillstand schneller als in Fahrt. Bei schnellen Abfahrten macht die aktuelle Position auf dem Display des Gerätes manchmal "Sprünge", weil die Berechnung etwas nachhinkt.
Die Batteriehalterung der Garmin eTrex-Serie hat einen Konstruktionsfehler (das kann zu einer kurzen Stromunterbrechung führen - das GPS-Gerät muss neu gestartet werden).
Da wir Tracks auch aus Karten erstellen, sind Kartenungenauigkeiten als Fehler enthalten. " Solange sich auf dem GPS-Display Deine aktuelle Position "parallel" zum eigentlichen Track bewegt, ist dies noch kein Grund, dass du falsch fährst. Die Ursache kann eine ungenaue Karte oder schlechter GPS-Empfang sein. " Sobald du dich jedoch nicht mehr "parallel" zum GPS-Track bewegst, ist dies ein ernstzunehmendes Indiz, dass du den falschen Weg gewählt hast. Beobachte besonders nach Kreuzungen aufmerksam das Display des Gerätes.
Solltest du dich trotzdem verfahren haben: Schalte den Zoombereich höher (z.B. auf 100m oder 500m). Das hilft dir den Überblick zu gewinnen und so schneller auf den Track zurück zu finden.
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